Antipas (Offb. 2, 13) – Religionslose Mission in Europa

Staatsunabhängige Protestantische Evangeliumsverbreitung

Apologie zur Gründung und Ausgangsüberlegungen zur Missionsstrategie von Antipas

 

Religionsloses Christentum für unsere Zeit

 

         Religionslose Mission ist die Verbreitung des religionslosen Christentums. Mit „Religion“ ist hier der Glaube als Werk des Menschen gemeint. Durch dieses Werk des Menschen wird die Offenbarung Gottes verdreht und lächerlich gemacht.

 

Den religiösen Christen die Bibel unter der Nase wegschnappen

 

         Antipas sieht die Notwendigkeit, das Christentum in nichtreligiösen Begriffen neu zu formulieren, um die Offenbarung Gottes für die heutige Zeit verständlich zu machen. Heute, wie auch zur Zeit der Reformatoren, werden wichtige biblische Schlüsselbegriffe religiös besetzt. Dadurch wird dem modernen, christentums- und kirchenfernen Menschen der Zugang zur Offenbarung Gottes erschwert. Anhand der Bibel soll gezeigt werden, was Gott wirklich mit Begriffen wie z.B. "Buße" oder "Heiligung" u.a. meint.

 

         Im religiösen Christentum werden biblische Konzepte so ausgelegt, wie es die aktuellen Trends diktieren. Maßstab für die Auslegung sind dann die Erfahrungen der Menschen. Die Bibel muß dazu herhalten, diese Mode-Erfahrungen "biblisch" zu untermauern. Dem heutigen Menschen wird vermittelt, er müsse auch die betreffende Erfahrung, das betreffende Gefühl haben.

 

         Dazu kommt noch, daß es heute leider viele geistliche Diktatoren und Machtmenschen in den christlichen Gemeinden gibt. Diese operieren z.B. mit dem Begriff "Demut". Sie schüchtern andere ein mit den Worten "Vergiß nicht, demütig zu sein!" und meinen damit: "Wage es ja nicht, an meiner Autorität zu rütteln!". Ganze Gemeinden, Denominationen, Missionen und sonstige christliche Werke liegen brach, weil solche gewissenlosen Menschen ihren Unfug haben treiben dürfen und noch treiben. Dies kommt daher, daß zu wenige aufstehen, um (in diesem Fall) den Begriff "Demut" von seiner religiösen Besetzung zu befreien. Geschieht dies, verliert der Machtmensch seinen Boden und das Werk Christi kann weiter gehen. Die Betreffenden werden dann von dem falschen Joch befreit und können nun die Glieder ihres sterblichen, sündigen Leibes in den Dienst der Gerechtigkeit stellen (Röm.6,19), anstatt immer nur nach der Pfeife der Pharisäer zu tanzen.

 

Den "mündigen" Menschen mit dem Evangelium erreichen

 

         Sowohl der moderne Atheist als auch das wahre Evangelium wollen nichts mit Religion zu tun haben. Vieles im Atheismus ist eigentlich gar nicht gegen Gott, sondern gegen Religion gerichtet. Um also den modernen, sich "a-theistisch" wähnenden (und eigentlich "a-religiösen") Menschen zu erreichen, muß eine anti-religiöse Missionsstrategie gewählt werden.

 

         Natürlich ist stellt dies intellektuelle Anforderungen an die Mission. Es ist nicht leicht, kritisch denkenden und äußerlich selbstzufrieden scheinenden Menschen das Evangelium nahezubringen. Einfacher ist es, Asylanten zu missionieren, die sowieso über jeden Kontakt mit Einheimischen froh sind. Dann kann man mit Photographien in seinem Missionsblatt aufwarten und sich einbilden, den Missionsbefehl ausgeführt zu haben. An sich sind missionarische und soziale Dienste an Asylanten und anderen sozial Schwachen ja in der Bibel von uns Christen gefordert und wir können dafür Verheissungen der Schrift in Anspruch nehmen – ist es doch so, dass Gott sich mit den Schwachen, den Ausgestossenen und Hilflosen identifiziert, so dass wir also eigentlich Gott selbst damit dienen. Jesus Christus war ja selbst als Kind politischer Flüchtling in Ägypten. Problematisch wird es nur, wenn sich die Mission auf solcherlei Dienste beschränkt und leider ist dies eine Tendenz, die sich beobachten lässt (wobei der Dienst, Asylanten u. ä. aufzusuchen, natürlich auch allzu wenig wahrgenommen wird). Die große Masse der Menschen nämlich, die vom allgemeinen philosophischen Hintergrund unserer Zeit und unseren europäischen sekulären Gesellschaften geprägt sind und die sich nicht mit ein paar Keksen und gebrauchten Klamotten „herumkriegen“ lassen, bleiben dann von der umwälzenden Botschaft des Evangeliums unberührt.

 

         Der antireligiöse Atheismus ist nicht gegen Gott, sondern gegen den Mißbrauch des Namens Gottes. Zu Recht hat in diesem Zusammenhang einmal jemand von einer "verheißungsvollen Gottlosigkeit" gesprochen. Diese "verheißungsvolle Gottlosigkeit" nämlich ist deswegen "verheißungsvoll", weil sie nicht gegen das wahre Evangelium, sondern nur gegen Religion gerichtet ist und somit (ohne es zu wissen oder zu wollen) sich in einer Solidarität mit dem wahren Christentum befindet. Der autonome, "mündige" Mensch erfährt und durchlebt sein Fernsein von Gott, ohne zu versuchen, diesen Zustand des Fernseins von Gott durch ein Pseudo-Christentum zu überdecken. Dieser "mündige" Mensch sucht keinen Schutz unter dem Deckmantel der Religion, sondern akzeptiert seine "Gottverlorenheit". Er lehnt die Religion mit ihrem Lebensbewältigungsrezepte-Verkaufsstand ab. Der "mündige" Mensch braucht kein religiöses Trostpflästerchen.

 

         Die postindustrielle Säkularisierung hat dem Menschen die Möglichkeit gegeben, der Weltwirklichkeit frei gegenüberzustehen, während die Religion ihn in ein Labyrinth von Mythen, Göttern und Dämonen einführt, wodurch jegliche Verbindung zwischen dem Menschen und der Weltwirklichkeit zunichte gemacht wird. Durch den Kreuzestod Christi wurde aber genau dieses dämonische Labyrinth seiner Machtstellung enthoben. Dies ist ein wichtiger Teilaspekt des Evangeliums: Gott hat die Religion öffentlich im Triumph zuschanden gemacht.

 

Gegen Schwärmerei und Pervertierung des Evangeliums

 

         Zentrum des religiösen Christentums ist nicht das Werk Gottes, sondern das Werk des Menschen. Deshalb die dauernde Betonung des "Geführtseins", des "Gott hat mir klargemacht" und anderer für das heutige gängige evangelikale Christentum typischer "Erweckungsmerkmale", die an sich sehr wohl ein Zeichen von wirklicher persönlicher Erweckung sein können, aber leider gibt es auch hier eine Tendenz, die dazu führt, dass das Christentum sich dann in solchen subjektiven Erfahrungen erschöpft. Persönliches Geführtsein durch den Heiligen Geist ist eine wichtige Erfahrung, die für jeden Christen erstrebenswert sein sollte, andererseits ist es aber auch so, dass das einseitig-subjektive oder sogar religiöse Christentum im schlimmsten Fall den Menschen in einem geistlichen Ghetto einschliesst, wobei die böse Welt außerhalb dieses Ghettos den Dämonen überlassen wird. Die Gemeinschaft dieser "Heiligen" ist dann nicht notwendigerweise die Kirche Christi, das Licht und Salz der Welt, sondern unter Umständen ein frommer Klub, zu dem Gott keinen Eintritt mehr bekommt.

 

         Das religiöse Christentum ist nämlich immer dualistisch und gnostisch und verfehlt damit immer die theologische Tragweite der Fleischwerdung Christi. Gott wird monopolisiert und wird eine Sphäre, ein Lebensbereich, neben vielen anderen Lebensbereichen (= Dualismus). Aber Gott kann nicht gefunden werden, indem man die Realität der Welt ausblendet. Religion in diesem Sinne führt zu Heilsegoismus und Selbstrechtfertigung des Individuums.

 

         Der "Deus-ex-machina"-Automaten-"Gott" hilft dem religiösen Christen bei seiner Suche nach Befriedigung. Jeder religiöse Christ hat gewissermaßen seinen Privat-"Gott" (Götzen). Dieser Götze ist natürlich ein "Lieber Gott", der seinem Schützling alle Wünsche erfüllt. Das religiöse Christentum wird oft Instrument derer, die in der Welt versagen und vom Leben frustriert sind, wobei persönliche Krisen ja in vielen Fällen Gottes Instrument sind, den Menschen zur Bekehrung zu führen; gefährlich wird es eben nur, wenn eine Art geistliche „Versagerkultur“ entsteht, die Erfolg ungeistlich erscheinen lassen. Wir sollen durch viel Leiden in Gottes Reich eingehen und für das Evangelium Ungemach leiden, aber dies kann eben auch fleischlich produziert und kopiert werden.

 

Durch das religiöse Christentum wird ein Zustand des Widergöttlich-Seins verdeckt, denn in diesem Christentum wird nicht der wahre Gott angebetet, sondern ein Gott, der weit weg ist von dieser Welt, der verloren hat, und der sich jetzt damit zufrieden geben muß, Garant der persönlichen Illusionen seiner "Auserwählten" zu sein. In diesem Sinne ist religiöses Christentum sogar mit Schamlosigkeit gleichzustellen. Die Art von Frömmigkeit, die sich dadurch auszeichnet, daß man jederzeit auf Anhieb über Gott redet, sich in Gebeten und "Zeugnissen" produziert und persönliche Erfahrungen mit Gott gleich hinausposaunt, ist Gott ein Greuel. Dies darf nicht verwechselt werden mit der Notwendigkeit, Christen darin zu unterrichten, von der Hoffnung die in uns (ihnen) ist, Rechenschaft zu geben, d.h. das Evangelium anderen klar erklären zu können. Ein wirkliches Verständnis des Evangeliums führt dann ja auch zu wirklicher, vom Heiligen Geist bestärkter Freimütigkeit, von Gott zeugen zu können. Religionsloses Christentum nicht auch nicht gefühlslos, aber es macht aus den Gefühlen und Erfahrungen keine Norm, an der man sich und andere mißt.

 

Mission im Zeitalter der Automatisierung

 

         Nur eine religionslose Mission kann dem Menschen des 21.Jahrhunderts helfen, den wahren Christus zu erkennen. Die technische Revolution macht nämlich nicht vor dem Denken der Menschen halt. Wenn eine Gesellschaft durch Technologisierung verändert wird, ist es, als wenn sie von einer anderen Religion durchdrungen wird. Die Technik macht den Menschen beweglich und gleichzeitig zum Angestellten seiner eigenen Maschinen. Somit scheint alles entweder dem Menschen oder der Maschine untertan zu sein. Man geht im grundsätzlichen, unbewußten Denken nicht von einem Eingreifen Gottes aus. Es gibt für den Menschen keine "böse Macht" mehr, deren Wirksamkeit nicht kontrollierbar oder zumindestens nicht vorhersehbar wäre. Menschen, die in dieser Wirklichkeit der Technologisierung leben, können theologische Denkkonzepte wie "Rechtfertigung" und "Errettung eines Sünders durch Gott" nicht mehr wirklich verstehen, denn sie erkennen zuallererst einmal die Notwendigkeit eines Eingreifens oder Dabei-Seins Gottes nicht. Der Mensch ist mehr und mehr davon fasziniert, sich selbst zu betrachten, wie er dabei ist, die Geschicke der Welt durch Wissenschaft und Technik auf glücklichere Bahnen zu leiten.

 

         Diese Denkmuster machen auch vor dem Christentum nicht halt. So wie der sekuläre moderne Mensch von sich und seiner Maschine fasziniert ist, so ist es der moderne Religiöse von dem "Deus ex machina", dem Automaten "Gott", den er nun beliebig manipuliert, um dadurch das Leben in "perfekter" Weise verbessern zu können. "Errettung" wird so zu etwas "technisch" Realisierbarem (auch wenn dabei eine Sprache des 17. Jahrhunderts verwendet wird). Christliche Religion wird integriert in jene gigantische Maschine, in der der Mensch Pilot ist, der nicht über das Werk Gottes staunt, sondern nur über das zur technischen Perfektion ausgereifte reibungslose Funktionieren des religiösen Menschen. Religion wird zu einem Luxusartikel, zu einer Extra-Wurst, von der nicht in letzter Instanz Tod und Leben des Menschen abhängt (natürlich wird dies nicht offen so formuliert, sondern immer mit der "Sprache Kanaans" fromm übertüncht). Christliche Religion wird so zu einem Selbstberauschungsmittel.

 

 

Die Fleischwerdung Christi konkretisieren

 

         Es geht bei dem religionslosen Christentum nicht um eine neue soziale Morallehre. Es soll nicht das Christentum säkularisiert (verweltlicht) werden. Statt dessen soll zu einem Solidaritätsbewußtsein der Christen mit der von Gott geschaffenen Welt angeregt werden. Nur wer völlig in der Welt lebt und mit ihr solidarisch ist, kann auch für die Welt leiden und die Welt durch das Kreuz Jesu und Jesu Auferstehungskraft überwinden.

 

         Das religionslose Christentum ist kein rein intellektuelles Programm, sondern es geht dabei u.a. um die Sensibilisierung der christlichen Lebensführung in der Welt, aus der dann auch die Kraft entspringen soll, in neuen und "nichtchristlichen" Worten die alten und unveränderten biblischen Konzepte zu verkünden. Dadurch soll die Fleischwerdung Christi konkretisiert werden. Wie Christus in diese leidende Welt herabgekommen ist, um des Teufels Macht darüber zu zerstören, so muß auch der Christ in diese Welt (und von seinem hohen Roß herunter) kommen, um das Reich Gottes mit auszubreiten und der Welt ein Zeuge Christi zu sein.

 

         Die Fleischwerdung Christi wird heute auch von offiziell bekenntnistreuen christlichen Gruppierungen stark untergraben. Jesus Christus wird nicht nur bei gewissen Sekten zu einem Phantom, das erscheint, Wunder tut, ans Kreuz geht und schließlich ein Zauberwort darstellt zur Erlangung einer Art Seelenheil, ein Götze, dessen Anbetung das Gewissen beruhigt. Oftmals wird Christus auch verwechselt mit einer Stufe in der religiösen Karriere eines Menschen, mit einem Kräftewirkungsgesetz. Vor diesem Hintergrund hat es keinen Sinn, einem modernen, kirchenfernen Menschen zu sagen: "Jesus liebt dich", ohne zu erklären, wer Jesus ist. Denn im heutigen religiösen Christentum ist "Jesus" ein Symbolname für einen Götzenpark, zu dem man durch Ausübung von erlernten Techniken gelangt. Hinter der Leinwand "Jesus" findet man dann die religiösen Konsumartikel, die zu Recht von verantwortungsbewußten Menschen abgelehnt werden.

 

         Diese falschen Jesusbilder und das unzureichende theologische Zur-Anwendung-Bringen der Fleischwerdung Christi hat Auswirkungen auf die Mission. Statt sich in den Weltmenschen hineinzudenken, sich "über ihn zu beugen", wie Elisa das mit dem toten Kind in 2. Könige 4,34-35 tut, stößt man die Menschen mit billigen Tricks und evangelistischen Witzchen vor den Kopf. Wer sich nicht verschaukelt vorkommt und sich zur Lösung der Sinnfrage des Lebens nach etwas anderem umschaut, der wird sich vielleicht "breitschlagen" lassen. Bei solchen "Evangelisationen" kommt es nur darauf an, daß unsensible Christen ihr "Christentum" feiern und befriedigt sein können, daß wieder einmal "evangelisiert" wurde. Im Grunde verbirgt sich hinter dieser Art des Vor-den-Kopf-Stoßens ein tiefer Unglaube, man glaubt nicht, daß jemand tatsächlich vom wahren Evangelium (das man u.U. selbst nur in verzerrter Form kennt) ergriffen sein könnte und so sagt man den Ungläubigen praktisch zwischen den Zeilen: "Ihr seid ja sowieso nicht in der Lage, so schlaue Menschen wie wir zu werden. Das Evangelium würdet ihr ja sowieso ablehnen." Statt "in Sanftmut und Ehrerbietung... Rechenschaft zu geben, von der Hoffnung, die in uns ist" (1. Petrus 3,15-16), wird anderen auf den Nerven herumgetanzt.

 

         Wer nur pragmatisch Mission betreibt, also "einfach drauf los", ohne sich die Mühe zu machen, eine zielgerichtete Missionsstrategie für die zeitgemäßen kulturellen und sozialen Gegebenheiten der betreffenden Zielgruppe auszuarbeiten, wird immer das Ziel der Mission verfehlen. "Zielgerichtet" bedeutet, bestimmten Menschen das Evangelium zu verkünden, was ohne eine Zerstörung von falschen Evangelien und Gottesvorstellungen in deren Lebensbereich (den man dazu natürliche erst einmal kennen muß) unmöglich ist. Wer ohne dieses Ziel im Auge zu behalten, missioniert, missioniert im Auftrag seiner selbst oder seiner religiösen Gruppe, auch wenn er noch so eindringlich betont, wie sehr "Gott gesegnet" habe. (Manche Missionen begnügen sich heute sogar schon damit, daß sie bei den Leuten "ankommen". Ob jemand mit einer Botschaft erreicht wird, wird zweitrangig). Zu einer antireligiösen Missionsstrategie wird jeder kommen, der das ernst nimmt und richtig umsetzt, was die biblischen Schreiber zur Mission geschrieben haben. Umgekehrt ist eine Dogmatik, die auf einer hermeneutisch koherenten Umsetzung der Bibel fußt, immer eine Dogmatik, die eine antireligöse Missionsstrategie gebiert.

 

Gegen unreflektierten "Ökumenismus", Bibelkritik und hermeneutische Standpunktslosigkeit

 

         Vor der Gründung des Weltkirchenrats verstand man meist unter Ökumene die Staatsgrenzen übergreifende Solidarität aller Christen untereinander. Dies war z.B. eine biblische Reaktion seitens der bekennenden Kirche im Dritten Reich auf das nationalsozialistische Unwesen der "Deutschen Christen".

 

         Christus äußert in einem Gebet an Gott im Johannesevangelium, Kapitel 17, den Wunsch, daß alle Christen eins sein mögen. Dies ist auch der Wunsch jedes wahren Christen. Heute allerdings verliert man zunehmend aus den Augen, über was sich die "Christen" einig sein sollten: Nämlich über das Christentum. Und was mancherorts als Christentum verkauft wird, ist in Wirklichkeit dem wahren Christentum spinnefeind; es ist ein Antichristentum mit einem nicht-fleischgewordenen Christus (2.Johannesbrief 7-9). Die Folge ist, daß die heutige "Ökumene" der Weltkirchenratsfunktionäre nicht die Einheit von wahren Christen untereinander verfolgt (dann wären sie nämlich schlimm dran, wenn wirklich alle wahren Christen sich einigten!), sondern daß sich die wahren Christen unter das falsche Joch der religiösen Christen einspannen lassen und damit für das Reich Gottes unbrauchbar werden.

 

         Es war nie der Wunsch Jesu, daß wir geistliche Orientierung suchen bei "Christen", die mit Vertretern von okkulten Weltreligionen, wie z.B. dem Dalai Lama, zusammen einen kosmischen Christus anbeten. Damit ist die Einzigartigkeit des Fleischgewordenen von Anfang an verraten und verkauft.

 

         Dialog im Sinne von Respekt und Ehrerbietung vor den Lebenserfahrungen anderer, im Sinne von geduldigem Zuhören und Lernen von anderen, auch von Vertretern anderer Weltanschauungen, ist eine christliche Tugend, die sich vom pharisäischen Religionsfanatismus mancher "Fundamentalisten" abhebt. Dagegen bedeutet Dialog im neu-ökumenischen Sinne, nämlich als Aufgeben des Wahrheitsanspruches des Christentums und der apostolischen Lehre, Selbstauflösung des Christentums.

 

         Die von der historisch-kritischen Bibelauslegungsmethode geforderte Unterscheidung zwischen Ewiggültigem und zeitlich begrenzt Gültigem, zwischen Zufälligem und absolut Notwendigen in der Bibel ist fundamental falsch. Statt Bibelkritik zu betreiben, sollte man Kritik mit Hilfe der Bibel betreiben: Nämlich die Religion mit der Bibel kritisieren. Es ist gut, die Bibel mit kritischen Augen zu lesen. Aber wenn man die Bibel liest, um die Bibel zu kritisieren, was bleibt einem dann noch? Man landet in einem intellektuellem Vakuum. Die Bibel will aber nicht, daß wir in einer neutralen Grauzone herumhängen, sondern daß wir von Christi Geist inspiriert gegen das vorgehen, gegen das auch Christus u.a. vorging: Nämlich gegen den Mißbrauch der Offenbarung Gottes. Die Kritik soll nicht gegen die Bibel, sondern gegen ihren Mißbrauch gerichtet sein. Wenn jemand die Bibel liest, sollte er kritisch sein, nicht im Blick auf die Frage: "Ist diese Stelle wohl inspiriert?", sondern im Blick auf die Frage: "Habe ich diese Stelle wohl falsch verstanden bisher, habe ich mich dahinter versteckt, und in Wirklichkeit will Gott etwas ganz anderes damit sagen?"

 

         Eine antireligiöse Missionsstrategie wird immer fundamentalistisch sein im Sinne unumstrittener Anerkennung der Bibel als die wörtlich inspirierte Offenbarung Gottes. Sie wird nicht "fundamentalistisch" sein im Sinne einer naiven Nicht-Hermeneutik, die "alles so stehen läßt, wie es dasteht" und sich so ihrer Verantwortung entzieht, die durch Religion verbauten Wege zum Verständnis der Bibel wieder frei zu bekommen; wenn wir nämlich "alles so stehen lassen, wie es dasteht", geben wir damit auch den Dämonen einen Freibrief, alle möglichen Sekten zu inspirieren mit "allem, so wie es dasteht", und lassen den gnostischen und dualistischen Versionen des Christentums freie Bahn. Paulus sagte nicht zu Timotheus und Titus: "Laßt die Leute die BIBEL auswendig lernen!" (was an sich nicht schlecht wäre; Timotheus profitierte ja auch von dem profunden Bibelwissen, daß er u.a. in seiner Kindheit bekommen hatte, siehe 2. Timotheus 3,14-16), sondern immer etwas wie: "Paßt auf, daß die Bibel richtig ausgelegt wird, und kämpft mit gesunder LEHRE gegem Irrlehren!". Genauso relativistisch nämlich wie der Neu-Ökumeniker dem Christentum gegenübersteht, genauso relativistisch stehen die religiösen Fundamentalisten der Hermeneutik, ja, der Theologie überhaupt gegenüber; sie sagen praktisch: "Laßt doch die Bibel in Frieden. Wer ehrlich sucht, den wird der Geist schon leiten." Damit entziehen sie sich ihrer Verantwortung, für das wahre Evangelium und die gesunde Lehre zu streiten.

 

Arbeitsbereiche von Antipas

 

          Literatur und Traktatmission, Seelsorgearbeit (speziell mit Sektenopfern und Sektengefährdeten), Evangelisationen (in Gemeinden und unabhängig von Gemeinden), Schüler- und Studentenmission (Seminare an Schulen und Universitäten), Gründung von staatsunabhängigen protestantischen Gemeinden, wo es keine Alternative für seelsorgerlich Betreute oder sonst an Gemeindebau Interessierte gibt, Bibelfreizeiten (Themen: Eschatologie, Hermeneutik, Wahre und falsche Heiligung, usw.), in fernerer Zukunft Entstehung eines Studienzentrums, ähnlich wie "L'Abri" von F.Schaeffer, wo christliche Jugendliche Orientierung finden können, nicht ausgeschlossen,

 

Literaturempfehlungen/Bibliographie:

 

1) LØVÅS, Edin                "Wölfe im Schafspelz - Machtmenschen in der Gemeinde"; Brendow Verlag, Moers

2) HUNTEMANN, Georg    "Der andere Bonhoeffer - Herausforderung der Moderne"; Brockhaus, Wuppertal

3) BÖHL, Eduard               "Dogmatik"; Hänssler, Neuhausen/Stuttgart

 

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