Die Gründlichkeit und Allumfassendheit, mit der heutzutage Schulkinder in das pseudowissenschaftlich begründete, im Grunde aber durch und durch religiöse New-Age-Neuheidentum eingeführt werden, ist bei den christlichen Schulen in Europa meist vergebens zu suchen. Diese sind entweder von nichtchristlichen Akteuren unterwandert oder aber von letzteren in einem solchen Masse eingeschüchtert, dass sie es als eine ungeheure Anmassung ihrer Umwelt gegegenüber empfinden, für einen auf der Bibel fundierten Lehrplan einzutreten. In vielen Fällen unterscheidet sich nämlich der Lehrplan solcher Schulen nur geringfügig von dem staatlicher Schulen, man begnügt sich damit, ein Morgengebet an den Anfang des Schultages sowie eine rudimentäre Erklärung bezüglich der (ehemals) christlichen Grundlage an das Ende der Informationsbroschüre zu stellen, das was dazwischen liegt, befindet sich mehr oder weniger im Einklang mit der von Kirchen und Staat geförderten Schul-„psychologie“ als oberstem Wertmassstab.

 

Diese Entwicklung ist durch die besondere Situation des Christentums in den meisten Ländern Europas entstanden und hängt in neuerer Zeit auch damit zusammen, dass eine unterschwellige Hetzkampagne gegen die sogenannten „Fundamentalisten“ im Gange ist, die zu einem Zerrbild des an der Bibel orientierten klassischen Christentums geführt hat. Man stellt sich den „fundamentalistischen“ Christen als einen irrationalen, subjektivisierenden  Religionsfanatiker vor, mit dem man kein vernünftiges Gespräch führen kann. Dabei übersieht man, dass es gerade Jesus Christus selbst war, der das Christentum als objektiv überprüfbare Religion definierte, als er in Johannes 7,17 sagte „Wer dessen (Gottes) Willen tun möchte, wird selbst innewerden, ob meine Lehre von mir, oder von Gott ist“. Das Christentum schreckt also nie vor objektiven Überprüfungen zurück, es belegt auch nicht ein etwaiges Zweifeln mit Drohungen, jedenfalls ist dies bei dem reformatorischen Protestantismus der Fall. So waren es ja auch bestimmte Strömungen im  Protestantismus der Reformation, die entscheidend dazu beitrugen, das kritische und wissenschaftliche Denken neu hervorzubringen anstatt ausschliesslich, gemäss der heutigen populären Annahme, von der Wissenschaft widerlegt und abgelöst zu werden.    

 

Vorliegender Artikel von Dr. Paul Cates ist nun ein Entwurf zu einer konsequent biblischen Erziehungsphilosophie. Es wäre wünschenswert, wenn Cates’ Gedanken in Europa auf fruchtbaren Boden fallen und sich in der Folge Neugründungen christlicher Schulen und Heimschulinitiativen sowie entsprechende bestehende Werke davon inspirieren lassen könnten, um somit christlichen Familien in Zukunft biblische Alternativen anbieten zu können. 

 

Eine Christliche Erziehungsphilosophie
Dr. Paul W. Cates, Ph.D.

Durch eine christliche Erziehungsphilosophie lassen sich bestimmte Denkschemata und Handlungweisen herleiten, einführen und untermauern. Bei der Entwicklung einer solchen christlichen Erziehungsphilosophie müssen theologische, lehrmässige, soziale und pädagogische Aspekte in Betracht gezogen werden. Vorrang hat dabei jedoch die Errichtung einer biblischen Grundlage. Die Bibel bildet gewissermassen das Gerüst, auf dem die praktischen Aspekte dieser Erziehungsphilosophie aufgebaut werden können.

Thema des vorliegenden Artikels über die Erziehungsgrundlage christlicher Schulen ist nun die biblische Grundlage bezüglich der Lehr- und Unterrichtsmethode, der Rolle des Erziehers sowie der Rolle des Lernenden.

Die Biblische Grundlage

Die Wichtigkeit eines hieb- und stichfesten biblischen Fundamentes im Erziehungsbereich kann nicht überbetont werden. Verfolgt man die Debatten in Leiterkreisen und seitens von  Initiativträgern christlicher Schulwerke über die Vordringlichkeit der Ausarbeitung einer speziell christlichen Erziehungsphilosophie, stösst man immer häufiger auf Äusserungen christlicher Lehrkräfte, die sich zu folgender Erkenntnis durchgerungen haben: Um wirklich „christlich“ zu sein, muss der Lehrplan in Theorie und Praxis eng mit dem Bibelunterricht verknüpft sein. Die Bibel soll nicht nur theoretischer Leitfaden und Anhaltspunkt sein und auch nicht zu einer Kramkiste verallgemeinerter Lebensweisheiten reduziert werden. Statt dessen sollte sie den Lebensnerv des Lehrplanes bilden; der Bibelunterricht soll zusammen mit dem gesamten restlichen  Unterrichtsmaterial eine untrennbare Einheit bilden. Die Bibel soll nicht als irrationaler Störfaktor aufgefasst werden, der ab und zu aus der Versenkung erscheint, ein aufgesetztes frommes Zwischenspiel liefert und dann wieder in die Versenkung verbannt wird; statt dessen soll der Bibelunterricht dasjenige „Fach“ sein, dass alle anderen Fächer zu einer sinngebenden, sinnvollen und logisch untereinander aufgebauten Einheit zusammenbindet. Die Bibel soll nicht zur Weltflucht dienen, statt dessen soll vermittelts des Massstabes der Bibel die gesamte Weltwirklichkeit gemessen, erfasst, begriffen und beurteilt werden.

Eine Pädagogik, die den lebendigen Gott der Bibel im Zentrum hat, setzt voraus, dass der christliche Pädagoge über entsprechende klare Richtlinien für den Aufbau der Struktur des Lehrplanes bzw. Erziehungsprogrammes verfügt. Die Art und Weise wie der Unterricht  durchgeführt werden soll, die Auswahl und Zurechtlegung des Unterrichtsmateriales, also sowohl Methodik als auch Inhalt, muss auf einer klar definierbaren Epistemologie (Theorie zur Wissensaneignung und bezüglich der Herkunft und des Erwerbens von Erkenntnissen) basieren. 

Schulerziehung hat, zumindestens im traditionellen Sinne, mit der Vermittlung von Wissen zu tun. Deshalb muss in diesem Zusammenhang zuallererst einmal herausgestellt werden, was man unter Wissensvermittlung oder besser gesagt Erkenntnisvermittlung versteht. Soll das vermittelte Wissen, die im Schüler heranzubildende Erkenntnis, auf der Wahrheit beruhen, so kommen wir auch nicht um die Frage „Was ist Wahrheit?“ herum.  Was bedeutet es, „Bescheid zu wissen”? Ist dieses Wissen nur nachgeplapperte Propaganda, ein durch diverse Manipulationstechniken im wahrsten Sinne des Wortes “eingetrichtertes” Repertoire stereotyper Parolen, oder beruht es auf einer klaren Erkenntnis der Wahrheit als einer Wahrheit, die nicht von einem selbst, von unberechenbaren Geistführern oder von wechselnden politischen Strömungen abhängig ist?  Von der Bibel aus betrachtet kann und darf und muss man nun auf diese Fragen antworten, dass es eine klar definierbare Quelle allen Wissens und aller Erkenntnis gibt und dass alles Wissen und alle Erkenntnis von der Wahrheit abhängt, nämlich von der Wahrheit, die im lebendigen Gott der Bibel ihren Ursprung hat und ohne diesen lebendigen Gott der Bibel undenkbar ist. Sämtliche Wege wirklicher Wissensaneignung und –vermittlung sind somit vom lebendigen Gott der Bibel verordnete und aufgezeigte Wege. Der lebendige Gott der Bibel ist selbst die Wahrheit in Person und er hat beschlossen, sich durch das geschriebene Wort der Bibel sowie durch die Gesetze der Natur zu offenbaren.

Eine in dieser Weise in der Offenbarung des lebendigen Gottes der Bibel verankerte Erziehungsphilosphie wird sich unweigerlich und radikal von einer oberflächlich christlichen, humanistischen oder religionspluralistischen Erziehungsphilosophie unterscheiden. Nimmt man nämlich den lebendigen Gott der Bibel als den Urheber und die Quelle aller Wahrheit ernst, dann ist alle Wahrheit eben die Wahrheit genau dieses lebendigen Gottes der Bibel.

Für den Christen ist der Sitz der Wahrheit in der Offenbarung des lebendigen Gottes zu suchen, vor allem im vom Heiligen Geist inspirierten Wort der Bibel, aber auch in der Schöpfungsordnung Gottes, und diese Wahrheit kann sehr wohl auch durch den  (vom Heiligen Geist erleuchteten) Verstand des Menschen erkannt werden und nicht nur ausschliesslich durch einen vom Rest der Weltwirklichkeit abgetrennten „religiösen“ Glauben, wobei man hier nicht vergessen darf, dass es letztendlich ein durch persönliche Bekehrung zum Gott der Bibel festgemachter spezifischer Glaube ist, der letztendlich zur voll umfassenden Erkenntnis der Wahrheit führt. Soll eine Grundlage für christliche Schulerziehung wirklich Hand und Fuss haben, so muss sie von der Offenbarung Gottes ausgehen, sowohl von der Schöfung als auch von der Bibel. Unser rein menschliches Verständnis über die Gesetze der Natur darf niemals der Massstab für das Verständnis der Bibel sein, sondern umgekehrt soll die Bibel das letzte Wort darüber haben, was wirklich Wahrheit ist.

Von der Tatsache, das der lebendige Gott der Bibel das Zentrum des Universums und der Urheber aller Wahrheit ist, lässt sich die Tatsache ableiten, dass es keinen Wissens- oder Themenbereich, kein Schulfach und keine Lehrdisziplin gibt, die von diesem Gott der Bibel unabhängig wäre. Deshalb muss die spezielle Offenbarung dieses speziellen Gottes das Herzstück des gesamten Lehrplanes bilden. Die Bibel selbst wird zum zentralen Thema der Schule. Da es vornehmlich die Bibel und nicht ein anderes “religiöses“ Buch ist, durch das sich Gott den Menschen mitteilt, muss es auch die Bibel sein, von der aus sämtliche an der Schule gelehrten Fächer beleuchtet werden und mit der alles, was an der Schule gelehrt und gedacht wird, in engem Zusammenhang gesehen wird. Von der Bibel aus werden sämtliche Methoden zur Herleitung von Erkenntnis, sämtliche Informationsquellen, beleuchtet, beurteilt und bewertet. Dabei ist die Bibel kein “Klotz am Bein”, dem man nun in verkrampfter Weise Genüge tun muss, sondern eine wirkliche Hilfe zur Konzipierung eines Lehrplanes, bei dem sämtliche Fächer eine organische Einheit untereinander bilden. Die Bibel macht einen Lehrplan möglich, der in sich selbst logisch und sinnvoll ist.

Zusammenfassend können wir festhalten, dass die Bibel bei der Konzipierung eines Lehrplanes eine zweifache Funktion hat: Zum Ersten liefert sie Lehrinhalte und Unterrichtsstoff an sich. Zum Zweiten bildet sie den Schlüssel zum Verständnis aller anderen Fächer. Die grundlegenden Prinzipien biblischer Wahrheit sollten in allen anderen Fächern zur Anwendung kommen. Wird irgendwo behauptet, dass etwas „wahr” ist, so wird dieses irgendetwas anhand der philosophischen und theologischen Wahrheiten der Bibel durchleuchtet, überprüft und ausgewertet.

Gottes christliche Schulen sind Schulen, die davon ausgehen, dass alle Wahrheit Gottes Wahrheit ist und dass das Wort Gottes der Hebel ist, der die Welt aus den Angeln heben kann, bzw. wahre Wissens- und Erkenntnisvermittlung möglich macht. Sämtliche Elemente der Schulausbildung sollten das Wort Gottes als Fundament haben. Dies bedeutet nicht etwa, dass die Bibel als Schulbuch für den gesamten Lehrstoff herhalten soll, sondern vielmehr, dass sie als Ausgangspunkt für das Durchdenken sämtlicher anderer Themenbereiche und Wissensquellen dient. Die Erkenntnisse, zu denen man durch ein „vorurteilsfreies“ (d.h. zumindestens weder durch mittelalterliche Kirchenpolitik, noch durch New-Age-Dogmen bzw. populärwissenschafltiche Irrlehren beeinflusstes) Beobachten der Schöpfung Gottes gelangt, müssen zwangsläufig und zumindestens in groben Zügen mit den Erkenntnissen übereinstimmen, zu denen man durch ein ernsthaftes Studium des Wortes Gottes kommen kann. Da der lebendige Gott der Bibel Urheber beider Arten von Offenbarung ist, kann hier in Wirklichkeit nie ein wirklicher Widerspruch auftreten.

Einige der Vorteile einer biblisch fundierten Erziehungsphilosophie lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  1. Anstatt verschiedene Lebensbereiche voneinander unabhängig zu behandeln, gibt das biblische Fundament die Möglichkeit, Sinn und Zweck des Ganzen herauszustellen, indem Zusammenhänge anhand der Bibel aufgezeigt werden.  
  2. Eine systematisch geordnete Wissensvermittlung wird möglich (hermeneutisches Raster bzw. Filter).  
  3. Es bietet sich die Möglichkeit zur Überprüfung der Grundannahmen, Methoden und Ausgangspunkte jeder Lehrdisziplin bzw. jedes Lehrbereiches.
  4. Die allumfassende Weltanschauung, die sich anhand des biblischen Modells entwickeln lässt, bietet nicht nur Orientierung, sondern vor allem auch gesteigerte Lehrmotivation – der Glaube beruht auf Erkenntnis und führt zu gesteigertem Durst nach immer mehr Erkenntnis – fides cautens intellectum.  
  5. Die biblisch fundierte Unterrichtsmethode zeichnet sich dadurch aus, dass die gesamte Lebenserfahrung bei der Befragung verfügbarer Wissensquellen mit einbezogen wird.  

 

Bedeutungen des biblischen Modells für den Unterrichts- und Lernprozess

 

Das hier aufgezeigte biblische Modell für die Schulerziehung hat vielerlei Auswirkungen auf die Prozesse des Lehrens und Lernens. Gemäss dieses Modells ist nämlich ein Erziehungsprozess nur  dann erfolgreich, wenn die Vermittlung der fundamentalen Wahrheit erreicht wird. Es soll eine wirklich christliche Erziehungsphilosophie im Klassenzimmer zur Anwendung kommen. Der Lehrer soll nicht Verkündiger der, sondern Erzieher zur Wahrheit sein.

 

In manchen evangelikalen Kreisen ist das biblische Fundament abhanden gekommen, was zu einer kraftlosen und wirklichheitsfernen Verkündigung führt. Wirklich christliche Erziehung ist dann nicht mehr möglich, wohl aber aufgesetzte und vom Rest getrennte Verkündigung, wodurch alles nur noch unglaubwürdiger wird. Wir Evangelikalen haben uns oft damit zufrieden gegeben, sekuläre Erziehungsmodelle auszuleihen, anstatt uns die Mühe zu machen, anhand der Bibel zu sehen, wie Gottes Erziehungsmodell aussieht. Diese sekulären Modelle nehmen nun aber die Bibel allenfalls als ein zusätzliches Buch mit von Menschen erfundenen Erzählungen ernst, wenn überhaupt und niemals als zentrales Kernstück für die Erziehung an sich. Dahingegen führen die  biblisch fundierten Lehrinhalte einer wirklich christlichen Schule logischerweise zu einer biblisch fundierten Behandlung des gesamten Lehrstoffes. Mit einer aufgesetzten „christlichen“ Extrawurst ist es da nicht getan.

 

Die Wesenszüge wahrhaft christlicher (Schul-)erziehung lassen sich anhand des Fundamentes derselben, nämlich der Bibel, ableiten. In der Bibel finden wir Informationen bezüglich des Zweckes, der Methodik sowie der möglichen Ergebnisse einer solchen Erziehung. Zweck und Aufgabe wahrhaft christlicher Erziehung ist es, den Gläubigen in die richtige Beziehung mit Gott, sich selbst sowie der über das eigene Individuum hinausgehenden Wirklichkeit (nämlich den Mitmenschen und der Umgebung im Allgemeinen) zu bringen. Bezüglich der Methodik wird in der Bibel immer wieder betont, dass der Heilige Geist Mithelfer ist bei der Konkretisierung biblischer Wahrheit im Leben des Gläubigen. Und das anzustrebende und mögliche Resultat ist infolge der Bibel ein im Geist reifender Christusgläubiger der in der Lage ist, ein Leben im Einklang mit dem Wort Gottes zu leben. Zusammenfassend können wir festhalten, dass christliche Erziehung ein bewusst gesteuerter Lehrprozess ist, bei dem Lehrer und Heiliger Geist zusammenarbeiten; nämlich um dem Lernenden gemeinsam beizustehen, geistlich zu wachsen und zu reifen und somit immer mehr im Bilde Christi erfunden werden zu können.

 

Christliche Erziehung besteht aber nun wie schon gesagt nicht ausschliesslich aus Bibelunterricht. Er umfasst dahingegen die gesamte Weltwirklichkeit. Eine christliche Schule wird sich im Idealfall darum bemühen, im Lernenden eine Weltschau, ein Wirklichkeitsverständnis heranzubilden, die es ihm ermöglicht, seine Existenz als Christ in der Weltwirklichkeit, in die er von Gott hineingestellt wurde, zu verstehen, zu bejahen und konsequent auszuleben. Die Erziehung einer solchen Schule sollte im Lernenden die Fähigkeit entwickeln, Wahrheit und Irrtum voneinander unterscheiden zu können. Hierbei ist nicht nur die Geistesunterscheidung bezüglich spezifischer in der Bibel angedeuteten und in religiösen Gemeinschaften anzutreffenden Irrlehren gemeint, sondern auch eine allgemeine Fähigkeit zur Analyse politischer, geschichtlicher und ganz alltäglicher Geschehnisse, Behauptungen, Haltungen und Gedanken.

 

Die Rolle des Erziehers

 

Um die Schulzeit zu einem wunderbaren Lebensabschnitt, an den sich der Schüler sein ganzes Leben lang gerne zurückerinnert, zu machen, ist es wichtig, dass der christliche Lehrer oder Erzieher eine bestimmte Rolle einnimmt. Er sollte kein Manipulator oder militärischer Drill Sergeant sein, sondern jemand, der die Schüler zu den richtigen Quellen führt, ihnen den Rahmen zur Wissensaneignung durch eigenes Arbeiten absteckt, inspirierende Anstösse zum Lernen gibt, und auf dessen Wissen, geistliche Kompetenz und freundliche Bereitschaft, erneute Orientierung zu geben, der Schüler gerne zurückgreift. Seine Schüler sollen sich darüber im Klaren sein, dass ihm ihre Weiterentwicklung persönlich am Herzen liegt. Dies setzt natürlich voraus, dass er selbst die Wirklichkeit dessen, was er versucht zu vermitteln, selbst erfahren hat, sonst wäre er ja ein blinder Blindenführer.

 

Deshalb sollte die Schule, Heimschulvereinigung oder sonstige Lehranstalt, die ein Christus-zentriertes und biblisch fundiertes Unterrichtsprogramm ausarbeiten und weiterentwickeln möchte, gestreng der Devise “Keine christliche Erziehung ohne christliche Lehrer” handeln und klar Farbe bekennen. Unter keiner Bedingung dürfen hier Kompromisse gemacht werden. Ein Nachgeben in der grundlegenden Frage, ob man nicht doch in diesem oder jenem Fach einen nicht-christlichen Lehrer anstellen könne, resultiert immer in einer schrittweisen Sekularisierung der betreffenden Lehranstalt, sowie in der Folge in der völligen Verdrängung des in dieser Weise sekundär gewordenen christlichen Elementes, so dass am Ende (und dies oft überraschend schnell) eine Schule dabei herauskommt, die genau so entschieden gegen den alleinigen Wahrheitsanspruch des Christentums eingestellt ist, wie die meisten staatlichen Schulen auch. 

 

Jemanden zu erziehen, bedeutet, dessen Verhalten zu ändern. Aus der Natur dieses Lehr- und Erziehungsprozesses lässt sich nun das Aufgabenfeld des Lehrers infolge der Bibel ableiten. Als christlicher Erzieher muss der christliche Lehrer sowohl ein persönlich überzeugter Christ als auch ein Erzieher sein. Als Christ hat er die Wirklichkeit der Wahrheit Gottes persönlich erfahren und er besitzt Gottes Geist, der ihm selbst und seiner Lehrtätigkeit Durchschlagskraft verleiht. Als Erzieher erfüllt den Auftrag Gottes, andere zu lehren und zwar nach den pädagoischen Prinzipien des Wortes Gottes.

 

Im seinem ersten Brief an die Korinther ermahnt der Apostel Paulus seine Leser, ihm nachzufolgen, so wie auch er selbst Christus nachfolgt. Dies sollte auch jeder christliche Lehrer von sich sagen können; als Leitperson muss auch er das in seinem eigenen Leben verwirklichen, was er anderen versucht beizubringen. Christliche Lehrer müssen von Gottes Geist erfüllte Männer bzw. Frauen Gottes sein.

 

Sechs Merkmale eines von Gottes Geist erfüllten Lehrers, die ihn für seine Arbeit tauglich machen:

  1. Der Lehrer ist der Vermittler von Wahrheit; er muss ein Christ sein, der offen und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen zu seinem Christsein steht.  
  2. Weil es keinen Themenbereich gibt, für den die Bibel nicht direkt oder indirekt Orientierung geben kann, hat sich jeder christliche Lehrer gut in der Bibel auszukennen.  
  3. Der christliche Lehrer hat sich der Wahrheit verpflichtet zu fühlen, in jedem Aspekt seines Lebens und seiner Arbeit und in seinem gesamten Wesen.  
  4. Der Lehrer muss darauf aus sein, das Non-Plus-Ultra in seiner Arbeit zu erreichen. Er darf sich nicht mit halben Sachen zufrieden geben. Dieses Streben nach Vollkommenheit im Akademischen sowie im Geistlichen ist ein Streben zur Ehre Gottes und nicht ein Streben nach persönlicher Verherrlichung oder Sucht nach Rechthaberei. Ein christlicher Lehrer sollte nicht zufrieden sein, bevor er nicht etwas bewerkstelligt hat, das im betreffenden Gebiet seinesgleichen sucht. Christen geben sich nicht mit dem Standard der Welt zufrieden, sondern wissen um ihre erhöhte Stellung in Christus, was ihnen nicht selten die Kraft gibt, in einem bestimmten Gebiet tonangebend und bahnbrechend zu werden.  
  5. Der christliche Lehrer muss seine Schüler aufrichtig lieben können; er muss wirklich um ihr Bestes bemüht sein, wenn es auch mitunter aussieht, als ob seine Bemühungen auf mangelhafte Resonanz seitens der Schüler stossen. Er sollte nicht nur seine Schüler lieben können, sondern sie auch verstehen und mögen können.  
  6. Der christliche Lehrer muss zu jedem Zeitpunkt in der Übung erfunden sein, dem Einen Grossen Lehrer, Jesus Christus, in wahrer Hingabe vollständigen Gehorsam zu leisten. Der christliche Lehrer sollte bei der Vorbereitung seines Unterrichtes auf die Führungen des Herrn und des Heiligen Geistes achten und darf niemals davon ausgehen, dass er nichts mehr von Jesus Christus dazuzulernen habe.

 

Dr. Roy Zuck verfasste eine sehr hilfreiche Zusammenfassung in fünf Punkten bezüglich der Rolle des Lehrers (Zuck, The Holy Spirit in Your Teaching, 1963, auf Seiten 167-168). Darin bringt er auf den Punkt, was die Bibel von einem Erzieher erwartet:

 

1.      Es darf nie vergessen werden, dass christliche Erziehung eine übernatürliche Aufgabe ist – die von den Zweifeln und psychologischen Deutungsversuchen der Kritiker unbeeinflusste tatkräftige Beteiligung des Heiligen Geistes Gottes bei der Arbeit des Lehrers unterscheidet christliche Erziehung von reiner Methodik wo es lediglich darum geht, die „richtigen“ Programme und Techniken auszuwählen und durchzuführen.  

2.      Der Lehrer hat sich auf den Heiligen Geist zu verlassen, auch wenn dies in den Augen der Welt naiv oder anmassend erscheinen mag. Der Heilige Geist hat laut biblischer Lehre die Aufgabe, zu lehren, d.h. er ist selbst Lehrer. Deshalb verlangt die Bibel vom christlichen Erzieher, der Führung und Leitung des Heiligen Geistes gegenüber gehorsam zu sein. Lehrer sollen mit Gott zusammen und nicht gegen Gott arbeiten.  

3.      Lehrer müssen Gottes Wort mit den Erfahrungen der Schüler in Bezug setzen können. Von einem schriftgemässen Verständnis der Arbeit des Heiligen Geistes ausgehend, werden christliche Lehrer zu einem ausgewogenen und vielschichtigen Verhältnis zwischen Inhalt und Erfahrung kommen, d.h. zwischen dem Inhalt der Bibel und der christlichen Lehre auf der einen Seite und der Wirklichkeit unmittelbarer menschlicher Erfahrungen auf der anderen Seite.

4.      Lehrer sollten sich mit nichts Geringerem als geistlichen Resultaten zufrieden geben. Ein Lehrer sollte seine Arbeit ständig daraufhin überprüfen, ob sie zu geistlichem Wachstum seiner Schüler führt.

5.      Lehrer müssen zu der Erkenntnis kommen, dass letztendlich Gott, der Heilige Geist, der Lehrer ist. Gott ist derjenige, der unterrichtet, der Lehrer ist lediglich ein Kanal Seiner Gnade, ein Instrument, vermittels dessen gepflanzt und gewässert wird. Die geistliche Durchschlagskraft des Lehrers ist letztlich Sache des Heiligen Geistes.

 

 

Die Rolle des Lernenden

 

Der Lernende ist die Herausforderung für den christlichen Erzieher. Jeder an Christus gläubige Schüler kommt mit persönlichen Bedürfnissen, Wünschen und Zielen in das Klassenzimmer. Jeder von ihnen sucht nach Erfüllung und Wachstum in seinem persönlichen und geistlichen Leben. Jeder Schüler hat als Ausgangspunkt seine ihm eigenen Grundbedürfnisse. Der Erzieher hat nun den einzelnen Schüler zu ermutigen, die ihm von Gott gegebenen Begabungen und Neigungen zu erkennen und seine schulische Laufbahn sowie sein Leben im Allgemeinen entsprechend einzurichten. Wirkliches Lernen geschieht, wenn der Schüler erfährt, wie Gottes Wahrheit in seinem Leben zur Anwendung kommt. Alles andere „Lernen“ ist entweder nur Aneignung einer Fertigkeit oder aber Verführung zu antichristlichem Gedankengut.

 

Der Schüler ist als eine eigenständige Persönlichkeit zu betrachten, als jemand der unersetzlich und in Gottes Augen wertvoll ist. Gott betrachtet jeden von uns als Individuum. Die persönlichen Erfahrungen und Kenntnisse des Schülers haben durchaus ihren Wert, man darf sie nicht als unnötigen Ballast betrachten, sondern als von Gott gegebene zusätzliche Ressourcen für den Lernvorgang. Der Schüler ist ein mitverantwortliches Mitglied einer lernenden Gruppe, bei der er etwas beizutragen und etwas zu lernen hat.

 

Die Wahrheit, die sich erlernen lässt, braucht nicht “von oben” als zu akzeptierende Schulweisheit diktiert und aufgedrängt zu werden. Sie lässt sich dahingegen vom Schüler selbst finden, vorrausgesetzt, dass letzterer richtig geführt und angeleitet wird, nämlich sowohl vom Lehrer als auch direkt und indirekt vom Heiligen Geist.

 

LeBar fasst in seinem Buch “Education That Is Christian” von 1968 auf  Seite 136 die Rolle des Lernenden wie folgt zusammen:

 

"Das geistige Wachstum eines Schülers wird nicht davon bestimmt, was er hört, sondern von dem, was er aufgrund des Gehörten tut, wie er das Gehörte selbst umsetzt. Das Ausschlaggebende geschieht im Inneren des Schülers selbst. Er kann das, was um ihn herum vorgeht, akzeptieren oder ablehnen. Der Lernvorgang wird gesteuert von zwei Faktoren: Zum Einen von dem, was der Schüler selbst tut und zum Anderen von dem was ihm äussere Einflüsse antun. Lehrer können das Innere des Schülers nur dann beeinflussen, wenn sie die Faktoren äusserer Einflussnahme richtig angewenden. Arbeitet nun ein Lehrer mit dem Heiligen Geist zusammen, kann er mit dem Heiligen Geist als äusseren Faktor rechnen, um die dem Heiligen Geist gefälligen inneren Veränderungen im Schüler hervorzurufen.

 

Es ist deshalb die Aufgabe des Lehrers, seinen Schülern zu helfen, die Prinzipien der Heiligen Schrift kennenzulernen, den Anspruch der biblischen Botschaft auf das Leben des Einzelnen klarzumachen und die Schüler dann dazu zu bringen, diese Prinzipien als die von ihnen selbst gewählten anzunehmen. Die Motivation geht dabei nicht ausschliesslich als von ausserhalb kommend vor sich (wir machen es so, weil es der Lehrer so gesagt hat), sondern geschieht letztendlich auch von innen, d.h. der Schüler wird dazu gebracht, sich selbst Gedanken zu machen und die entsprechenden Entscheidungen für sein Leben vorzunehmen. Wo die vom lebendigen Gott der Bibel verordnete Arbeit des Heiligen Geistes vollbracht ist (nämlich zu „überführen“, siehe Johannesevangelium Kapitel 16), werden die Gebote dieses lebendigen Gottes der Bibel zu selbsterwählten Lebenszielen.

 

Verhältnis von Praxis und Theorie - Welche Stellung nimmt die praktische Durchführung und Gestaltung des Unterrichts bei der vorliegenden christlichen Erziehungsphilosophie ein?

 

Der Lehrplan der Juden im Alten Testament war in erstaunlicher Weise ausgeglichen. Sicher, das Gesetz war der Knotenpunkt, an dem alles andere hing, aber andere Lehrdisziplinen wurden immer parallel mit dem Gesetz in Beziehung gebracht. So waren zum Beispiel die von der altjüdischen Gesellschaft angewandten landwirtschaftlichen Techniken Grundbestandteil der Erziehung von Kindern und Erwachsenen. Die Art und Weise, wie man säte und pflanzte, wurde vom Gesetz her bestimmt, genauso wie auch die Einzelheiten der Opferrituale im Gesetz klar umschrieben wurden.  Einem Jude in alttestamentlicher Zeit wurde nicht nur befohlen, das Gesetz zu halten, er wurde auch vom Gesetz her unterrichtet.

 

Beim Studium der Zeitperiode nach dem Babylonischen Exil fällt auf, wie weltliche Fächer (Mathematik, Astronomie usw.)  mit dem Studieren der Torah in Einklang gebracht wurden. Das eine ergänzte das andere. Weltliche Fächer wurden nicht vom Erlernen der Torah getrennt, sondern in sie integriert. Hier kam ein grundlegendes pädagogisches Prinzip zur Anwendung: “Weltliche” Wahrheit ist Gottes Wahrheit und sollte in die Wahrheit der Offenbarung Gottes mit eingebracht werden, Schöpfung und Offenbarung bilden eine untrennbare Einheit. .

 

Leider ist auch in evangelikalen Kreisen eine Dichotomie (unkonsequentes, zweigeteiltes Denken) zu beobachten. Man praktiziert eine doppelte Moral, d.h. man hat einen Standard für die biblische Verkündigung und einen anderen Standard für den Alltag und das „Ausüben des Glaubens“. Der „Glaube“ verkommt dabei zu einer Extrawurst, den man eigentlich für unglaubwürdig hält, aber trotzdem “praktiziert”, weil man es eben so gewöhnt ist. Hier wird Gott zum Lückenbüsser degradiert, der sich mit der Rolle des billigen Trösters zufrieden zu geben hat. Eine Art intellektueller Schizophrenie ist eingetreten, wo Geschäftsleben, Naturwissenschaft und Politik als von der Bibel unabhängig betrachtet und behandelt werden. Francis Schaeffer drückt es in seinem Buch Escape From Reason“ (London: Inter-Varsity Fellowship Press, 1968;  Seite 12) folgendermassen treffend aus:

 

"Heutzutage (man bemerke, dass dies 1968 geschrieben wurde) liegt die Schwäche in unserem Erziehungswesen darin, dass wir den natürlichen Zusammenhang zwischen den Lehrdisziplinen aus den Augen verloren haben. Wir neigen dazu, alles unabhängig voneinander zu studieren. Dies trifft sowohl auf sekuläre als auch christliche Erziehung zu. Dies ist auch einer der Gründe dafür, dass evangelikale Christen kaum etwas mitbekommen haben von der umwälzenden, in unserer Generation vor sich gegangenen Wende im grundlegenden Denkverhalten in der Gesellschaft; und diesem Phänomen nun ratlos und unvorbereitet gegenüberstehen. .

 

Es ist keine leichte Aufgabe, die unterschiedlichen Lehrdisziplinen in logischer Weise miteinander zu einem grossen Ganzen zu verknüpfen. Christen müssen begreifen lernen, dass alle Wahrheit wichtig ist und dass christliche Erziehung eine alle Wahrheit umfassende Lebensanschauung ausarbeiten, anbieten und vertreten muss.

 

 

Biblische Grundpfeiler christlicher Erziehung

  1. Alle Wahrheit hat in Gottes Offenbarung ihren Ursprung. Lukas 11,52; Sprüche 1,7
  2. Erziehung ist zuallererst einmal Verantwortung der Eltern, nicht des Staates. 5. Mose 6; Epheser 6; 1. Mose 18,17-19
  3. Das Beispiel der frühkirchlichen Christen. Apostelgeschichte.
  4. Der Heilige Geist prägt das Leben des Lehrers. Johannes 16,13; 1. Johannesbrief 5,19-21.
  5. Christliche Erziehung richtet sich an den Menschen als Ganzes. Sprüche 22,6.
  6. Vom lebendigen Gott der Bibel ausgehende Erziehung steht immer im Kontrast zur rein menschgewirkten Erziehung. Kolosser 2,8.

7.      Biblische Erziehung setzt voraus, dass alles Denken und Streben der Herrschaft Jesu Christi unterstellt ist. 1. Korinther 1,18-31; 2. Korinther 10,5.

 

I.                                                             Was ist christliche Erziehung?


Apg. 8,31; Joh. 16,13; 1. Tim. 4,6; Eph. 6,4; Sprüche 22,6; Joh. 1,18; 2. Petrus 3,18

 

A.                                                                 Der Unterricht setzt sich aus folgenden Elementen zusammen:


1.        Introduktion: Eine provozierende Einführung, durch die das Interesse geweckt wird.

           (Johannes 4, 7).
2.        Interpretierung: Geistliche Prinzipien werden anhand bereits bekannter Wahrheiten erläutert

           (Johannes 4,10-14)
3.        Interaktion: Es wird zur Teilnahme am Lernprozess angeregt, wodurch sich die Eindrücke

           noch vertiefen. (Johannes 4,15)
4.        Integration: Die neu dazugelernten Wahrheiten werden in das Leben, dem dadurch eine

           erweiterte Perspektive verliehen wurde, integriert. (Johannes 4,29)


B.                                Die Art und Weise, in der unterrichtet wird, sollte folgendermassen

                                   aussehen:


1.        Es wird nicht nur erzählt oder gezeigt, sondern auch zu aktiver Teilnahme angeregt.

           (Matthäus 22,19).
2.        Vom geisterfüllten Lehrer gehen bereits unbewusst Lehrimpulse aus, d.h. seine Schüler

           wissen schon im Voraus, aufgrund des ihnen bekannten Wesens des Lehrers, in welcher Art

           und Weise er eine Sache behandeln wird. (Matthäus 22,16).
3.        Bei Aktivitäten wie gemeinsames Gebet und Gottesdienste, Ausflüge und Freizeiten, Spiele,

           usw. wird das Gelernte vertieft. (Matthäus 5,1; 21,28).
4.        Durch Seelsorge, Diskussionen und Zeugnisgeben werden sich die Beteiligten über das

           Gelernte bewusst. (Matthäus 22,16)

 

II.                                                           Der Schüler oder Student . . .


A.                                … ist eine Persönlichkeit mit Einstellungen, Wünschen, Kenntnissen,

                                   Begabungen, usw. (Johannes 2,23-25), der ...

 

1.                  … im Bilde Gottes erschaffen wurde (1. Mose 1:27),

2.                  … durch die Sünde von Gott entfremdet und entstellt wurde (Rom. 3,23),

3.                  … bestimmte akademische, physische, geistliche und soziale Interessen hat.

 

B.                                … ist ein Lernender, Nachfolger, Jünger, der mit folgendem

                                    ausgestattet ist (Matt. 5,1-2):

 

1.        Einem Intellekt, mit dem er die Wahrheit, mit der er konfrontiert wird, entdecken, verstehen

           und erkennen kann (Römer 1,14),
2.        einem emotionellen Willen, mit dem er die Wahrheit, die ihm lieb geworden ist, von Herzen

           anstreben und immer mehr suchen möchte (Philipper 1,8-10),
3.        einem individuellen Mass an Lebensmut, der ihn befähigt, die Wahrheit nicht nur

           verstandesmässig anzunehmen und zu schätzen, sondern auch mit ihr in logischem Einklang

           stehende Willensentscheidungen zu fällen und Chancen zur Verwirklichung dieser Wahrheit

           mutig zu ergreifen (Joh. 7,17).

 

III.                              Erfahrungsorientierter Unterricht in biblischem Sinne

                                   (Die Stärkung des Willens, Gottes Willen zu tun; Epheser 1,17)


A.                               Erziehung geschieht im Rahmen eines Dialoges

                                   zwischen Lehrer, Schüler und Lernstoff


1.        Der Lehrer stellt den zu behandelnden Lehrstoff vor, weckt Interesse dafür, liefert

           Erklärungen, die den Rahmen für Schülereigenes Bearbeiten abstecken und ermutigt zu

           eigenem Untersuchen der Materie (Johannes 4,7+14).
2.        Der Schüler untersucht, bewertet, verarbeitet und handelt entsprechend  (Joh. 4,15)
3.        Der Lehrstoff ist die Wahrheit, um die es bei diesem dialoghaften Wechselspiel geht (Joh.

           4,26).


B.                               Erziehung findet nur dann wirklich statt, wenn die Wahrheit...


1.       … nicht nur intellektuell verstanden oder auswendiggelernt und nachgeplappert, sondern

          willensmässig verarbeitet und angenommen wird (Apostelgeschichte 8,30-35).
                a. … einen Bezug zu früheren Erfahrungen hat (Matthäus 4,19).
                b. … nicht nur für spätere Zeiten im Leben dienlich sein soll, sondern die jeweilige

                    gegenwärtige Lebensituation in durchgreifender Weise beeinflusst. (Mt. 4,20).
2.       Vom ganzen Menschen geglaubt wird (Apostelgeschichte 8,37; Römer 10,9-10).
3.       Willensmässig umgesetzt wird (Apostelgeschichte 8,38; Sprüche 3,6).

 

IV.                              Wahrheitsorientierter Unterricht im biblischen Sinne (Joh.. 14,6; 17,17)


A.                               Alle Wahrheit ist Gottes Wahrheit, sie wird jedoch nur stückweise

                                   erkannt (Kolosser 2,3; Hebräer 1,1-2).


1.        Die Wahrheit kommt zum Ausdruck in der Natur, der Vorsehung, der heiligen Schrift,

           Christus (Römer 1,20; 2,15).
2.        Die Wahrheit wird empfangen durch innere Eingebung, durch Erfahrungen, durch über uns

           gestellte Menschen und Autoritäten, vermittels des Verstandes, durch Glauben (Heb. 11,3).

 

B.                               Der Heilige Geist erleuchtet und vermittelt auch die Aspekte der

                                  Wahrheit, die sich allein vom menschlichen Verstand nicht erfassen

                                  lassen (Johannes 16,13).

 

V.                               Am Leben gemessener Unterricht (Johannes 20,31)

 

A.                               Gnade und Wahrheit wurden gegeben, damit der Mensch mit dem

                                   Willen Gottes in Einklang kommen kann (Jak.1,22ff; 2. Kor. 3,18;

                                   Titus 2,11-12).
B.                               Christus ist nicht nur die Wahrheit, sondern auch das Leben (Joh.

                                   10,10; 14,6)
C.                               Alle Wahrheit, die wir brauchen, wurde geoffenbart (Rom. 8,32)


1.        Der Standard, mit dem sich das Mass der Reife in Christus messen lässt, ist Christus selbst

           (Epheser 4,13).
2.        Sämtliche Anleitungen zur Erkenntnis und Befolgung der Wahrheit sind uns in der Schrift

           gegeben (2. Timotheus 3,16-17).
3.        Die Kraft, die man zur Ausbreitung der Wahrheit des Evangeliums braucht, ist die dem

           Evangelium innewohnende eigene Kraft (Römer 1,16).


D.                               Streng genommen ist der Erziehungsprozess erst dann vollendet, wenn

                                   wir Ihn sehen und Ihm gleichgemacht werden (1. Johannesbrief 3,2)


VI.                              Unterricht, der zum Dienen führen und befähigen soll (Römer 12,1-2)


A.                               Gott gibt uns Möglichkeiten, Seine Liebe weiterzugeben (2. Kor. 5,14).
B.                               Die Welt wartet darauf, dass Gottes Liebe konkret verwirklicht wird

                                   (Johannes 13:35).

 

VII.                              Unterricht, der zur Ehre Gottes durchgeführt wird (1. Kor. 10,31)

 

A.                                Auf dass Er in allen Dingen Derjenige sei, auf Den es zuallererst

                                    ankommt (Kolosser 1,18).

 

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Der originale englischsprachige Text kann unter http://www.faithchristianmin.org/ eingesehen werden. Dies ist Dr. Paul W. Cates’ Webseite. Siehe dort unter „articles“.

 

 

 

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